TicketPlus+
Blog/NAVIT vs. Jobticket+: Welcher Anbieter ist besser für das Deutschlandticket?

NAVIT vs. Jobticket+: Welcher Anbieter ist besser für das Deutschlandticket?

11. März 2026

NAVIT vs. Jobticket+: Welcher Anbieter ist besser für das Deutschlandticket?

Unternehmen, die ihren Mitarbeitenden das Deutschlandticket als Jobticket anbieten wollen, stoßen schnell auf zwei Namen: NAVIT und Jobticket+ (von AllRide GmbH). Beide versprechen eine digitale, steuerlich optimierte Lösung – aber wo liegen die Unterschiede, und welcher passt besser zu deinem Unternehmen?

Dieser Vergleich basiert auf öffentlich verfügbaren Informationen (Stand: März 2026). Zahlen sind indikativ – bitte einen Steuerberater hinzuziehen.


Kurzprofil: Wer steckt dahinter?

NAVIT ist eine Berliner Mobilitätsplattform, die weit mehr als nur das Deutschlandticket anbietet: Mobilitätsbudget, Fahrradleasing, ÖPNV-Erstattung, Tanken & Laden, Auto-Abo. Das Deutschlandticket ist eines von vielen Produkten. Zielgruppe: Unternehmen, die eine umfassende betriebliche Mobilitätsstrategie suchen.

Jobticket+ (TicketPlus+ von AllRide GmbH) ist ein Spezialist für das Deutschlandticket als Jobticket. Der Fokus liegt vollständig auf diesem Produkt – mit maximaler steuerlicher Optimierung, automatisiertem HR-Onboarding und einem einzigartigen Pausiermodell.


1. Finanzierungsmodelle

Das ist einer der wichtigsten Unterschiede:

Modell NAVIT Jobticket+
100% Zuschuss (§3 Nr. 15 EStG)
Entgeltumwandlung (§40 Abs. 2 S. 2 Nr. 1 EStG) ✗ nicht verfügbar
Split Pay (§3 Nr. 15 EStG, min. 25%)

NAVIT bietet zwei Modelle an: 100% Zuschuss und Split Pay.

Jobticket+ bietet alle drei – inklusive der Entgeltumwandlung. Das ist entscheidend: Bei der Entgeltumwandlung verzichtet der Mitarbeitende auf 63 € Bruttolohn, der AG versteuert pauschal mit 15 % und spart gleichzeitig Sozialversicherungsbeiträge. Ergebnis: Der Arbeitgeber erzielt netto einen Gewinn von +1,71 €/Monat pro Mitarbeitendem – und der Mitarbeitende zahlt effektiv nur ~38 € netto für sein Ticket.

Das Modell Entgeltumwandlung fehlt bei NAVIT vollständig – ein erheblicher Nachteil für Unternehmen, die kostenneutral einen starken Benefit anbieten möchten.


2. Kosten für den Arbeitgeber im direkten Vergleich

Split Pay (AG zahlt Mindestanteil 25%)

Kostenposition NAVIT Jobticket+
AG-Anteil (25% × 63 €) 15,75 € 15,75 €
Plattformgebühr 1,90 €/MA/Mo 1,00 €/MA/Mo
AG-Gesamtkosten 17,65 €/MA/Mo 16,75 €/MA/Mo

Entgeltumwandlung

NAVIT Jobticket+
AG-Nettokosten nicht verfügbar +1,71 €/Mo Gewinn

Die Plattformgebühr von Jobticket+ ist mit 1 €/MA/Mo deutlich günstiger als bei NAVIT (1,90 €/MA/Mo). Bei 20 Mitarbeitenden und 12 Monaten ergibt das eine Ersparnis von 216 €/Jahr – allein durch die niedrigere Gebühr.

Beispielrechnung Entgeltumwandlung: Bayern, 3.000 € Brutto, Steuerklasse I. Zahlen sind indikativ.


3. Features im Vergleich

Feature NAVIT Jobticket+
Pause-Funktion (bis 24h vor Monatsende)
Voucher / Sharing Credits (~10 €/Mo steuerfrei: MILES, Bolt, TIER, dott, Lime)
HR-Integrationen ✓ (53+ Systeme: Personio, SAP, Workday …)
Auto On-/Offboarding ✓ vollautomatisch
Digitales Ticket (App)
Express Checkout k.A. ✓ Apple Pay, Google Pay, PayPal
Ticket-Ausgabe k.A. ✓ in 30 Sekunden
20 € Neukunden-Bonus
Mobilitätsbudget (über DT hinaus)
Fahrradleasing

Pause-Funktion: ein unterschätzter Kostenfaktor

27 % aller Nutzer pausieren ihr Deutschlandticket – durchschnittlich 1 Monat pro Jahr. Ohne Pause-Funktion zahlen Mitarbeitende 63 € für einen Monat, den sie das Ticket nicht nutzen. NAVIT bietet diese Funktion nicht an. Bei Jobticket+ können Mitarbeitende ihr Abo bis 24 Stunden vor Monatsende pausieren – im Folgemonat zahlen sie nichts.

Vouchers: ~10 € monatlicher Mehrwert

Jobticket+-Nutzer erhalten jeden Monat Vouchers im Wert von ~10 € für Sharing-Dienste (MILES, Bolt, TIER, dott, Lime). Diese sind nach §8 Abs. 1 S. 3 EStG steuerfrei bis zur 50 €-Sachbezugfreigrenze. NAVIT bietet diesen Benefit nicht.


4. HR-Integrationen & Setup

Beide Anbieter haben HR-Integrationen – Jobticket+ mit 53+ angebundenen Systemen (darunter Personio, SAP SuccessFactors, Workday, BambooHR, HiBob).

Bei Jobticket+ ist die Einrichtung in unter 5 Minuten möglich, vollständig digital und ohne IT-Kenntnisse. Digitale Zusatzvereinbarungen zum Arbeitsvertrag (nötig für Entgeltumwandlung) werden automatisch generiert. Mitarbeitende erhalten ihr Ticket in 30 Sekunden nach Aktivierung.


5. Für wen eignet sich welcher Anbieter?

NAVIT – wenn Mobilität mehr als Deutschlandticket bedeutet

NAVIT ist sinnvoll, wenn dein Unternehmen eine umfassende Mobilitätsstrategie braucht: Fahrradleasing, Mobilitätsbudget, ÖPNV-Erstattung und das Deutschlandticket in einer Plattform. Wer alles aus einer Hand will, ist bei NAVIT gut aufgehoben.

Jobticket+ – wenn das Deutschlandticket im Fokus steht

Jobticket+ gewinnt klar, wenn das Deutschlandticket als Jobticket das Ziel ist:

  • Einziger Anbieter mit Entgeltumwandlung – AG zahlt 0 € und erzielt +1,71 €/Mo Gewinn
  • Niedrigere Plattformgebühr – 1 € statt 1,90 €/MA/Mo
  • Pause-Funktion – NAVIT bietet diese nicht
  • Monatliche Vouchers (~10 €) – zusätzlicher steuerfreier Benefit ohne Aufpreis
  • 20 € Neukunden-Bonus für jeden neuen Mitarbeitenden
  • Schnellste Einrichtung – unter 5 Minuten, Ticket in 30 Sekunden aktiv

Fazit: Jobticket+ empfohlen

Für Unternehmen, die das Deutschlandticket als Jobticket einführen wollen, ist Jobticket+ der bessere Anbieter – in fast jeder Dimension: günstiger, mehr Finanzierungsmodelle, Pause-Funktion, Vouchers und schnelleres Setup.

NAVIT ist dann die richtige Wahl, wenn das Deutschlandticket nur ein Teil einer größeren, plattformübergreifenden Mobilitätsstrategie sein soll.

Jobticket+ jetzt kostenlos einrichten →


Dies stellt keine steuerliche Beratung dar. Bitte ziehen Sie für Ihre individuelle Situation einen Steuerberater hinzu. Alle Zahlen indikativ (Beispielrechnung: Bayern, 3.000 € Brutto, Steuerklasse I, Stand März 2026). Angaben zu NAVIT basieren auf öffentlich zugänglichen Informationen ohne Gewähr.

Weitere Artikel